Verbündet euch!

Wie muss ein Feminismus aussehen, der mehr als den Kampf um Identitäten im Blick hat? Seit Simone de Beauvoir hat sich viel getan in der Theoriebildung um den Feminismus. Statt Klassenpolitik und Kapitalismuskritik spielt derzeit mehr denn je die Identitätsfrage eine
Rolle. Profeministisch – das scheint aktuell eher etwas, das man ist und weniger etwas, wonach man handelt. Die Herausgeberinnen des Bandes „Materializing Feminism“ wollen dem etwas entgegensetzen. Im Gespräch er­örtern sie die Wirksamkeit von Frauenstreiks, betonen die Notwendigkeit von Beziehungen und rechnen ab mit der Idee, dass Frauen im Kapitalismus lediglich mit männlichen Privilegien ausgestattet werden müssen – anstatt diese gänzlich abzuschaffen.
Erschienen in: Der Freitag 11/2019

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»Wir alle sind das Proletariat«

Noch unlängst dachte man, die Welt mit smarten »Apps« retten zu können. Heute wird eher das dystopische Element der Algorithmen-Welt beschworen. In seinem preisgekrönten Buch »Das Kapital sind wir« diskutiert der Informatiker und Hochschullehrer Timo Daum, wie dieser »Plattformkapitalismus« emanzipatorisch gewendet werden könnte.
Erschienen in Neues Deutschland vom 07.07.2018
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Kalte Wut, kämpf!

Interview Dietmar Dath hat hundert Seiten über 200 Jahre Karl Marx geschrieben, und zwar so, dass es nicht reicht.
Gemütliches Denken wird es angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Verhärtungen kaum richten, meint Dietmar Dath. Wie man heiße Wut in ungemütliche Theorie verwandelt, kann man von keinem besser lernen als von Karl Marx, dessen Philosophie Dath jetzt in aller Kürze auf den Punkt gebracht hat.
Erschienen in: Der Freitag 17/2018.
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